Jeremia

1

Überschrift und Berufung (Israel, 627 v. Chr., 13. Jahr Josias), Gott legt seine Worte in Jeremias Mund, der sich zu jung fühlt; Jeremia sieht den von Norden her überkochenden Kessel und soll allen predigen

7

Die Tempelrede: Oberflächlicher Gottesdienst und der Tempel nützen nichts, wenn man gottlos handelt (vgl. Kap. 26); Ansage harten Gerichts und ehrloser Begrabung

13

Gleichnis vom Leinengürtel am Euphrat: So verdirbt das Volk, weil es Gott vergaß

15

Die Fürbitte wird abgelehnt; Jeremia klagt über seinen Beruf, fühlt sich kraftlos – Gott sagt ihm sein Mitsein zu

18

Gleichnis vom Töpfer: Wie ein Töpfer baut Gott die Völker; Jeremia wird von Priestern und Propheten angegriffen

19

Der zerschmetterte Krug als Zeichen für das Unheil, das Gott heranführen wird

21

Ankündigung der Zerstörung Jerusalems; zwei Wege 24 Die zwei Feigenkörbe (Volk–Zedekia)

26

Jeremia wird nach der Tempelrede verhaftet (vgl. Kap. 7), Gerichtsverhandlung und Freispruch, Uria wird getötet

27

Jeremia zeigt mit einem Joch: man muss sich Nebukadnezar unterwerfen

28

Hananja predigt Heil und zerbricht Jeremias hölzernes Joch

32

Jeremias Ackerkauf als Zeichen: Man wird im Land wieder bauen (Baruch versiegelt)

36

Berufung Baruchs als Schreiber; der soll die Rolle im Tempel verlesen zum Entsetzen der Leute; er und Jeremia verstecken sich – als die Rolle König Jojakim vorgelesen wird (604 v. Chr.), schneidet er sie kolumnenweise ab und verbrennt die Stücke, will Jeremia und Baruch verhaften lassen (vgl. Kap. 45); die erstellen eine neue Kopie der Rolle

37

Jeremia wird auf dem Weg, eine Erbschaft zu Regeln, gefangengenommen, weil er angeblich überlaufen wollte. Zedekia befreit ihn später während der Belagerung

38

Jeremia wird in die Zisterne geworfen und sinkt im Schlamm ein; man holt ihn mit Stricken heraus. Jeremia rät Zedekia, sich zu ergeben

39

Zedekias Söhne werden getötet, er geblendet, nachdem er nachts durch den Garten geflohen war, als die Mauern durchbrochen worden waren (vgl. 2. Kön 25). Nebukadnezar lässt Jeremia in Frieden

40–45: Geschehnisse im zerstörten Jerusalem und Ägypten, Was nach Beginn der Zweiten Babylonischen Gefangenschaft geschah

Ab 5876; vgl. 2. Kön 25

40

Der Chef der Leibwache befreit Jeremia, der auch ein Geschenk erhält und Freizügigkeit. Er bleibt beim Statthalter Gedalja. Ein Rest bleibt im Land; Gedalja ignoriert eine Warnung, dass Ismael ihn töten will

41

Jischmael tötet Gedalja und viele andere, die er in die Zisterne wirft; Jonathan befreit die Überlebenden, man flieht nach Ägypten

42

Die Entflohenen bitten Jeremia, bei Gott Weisung einzuholen, nach der sie zu handeln schwören. Gott sagt dem Volk Unheil an und warnt davor sich in Ägypten anzusiedeln – vor Babylon soll man sich nicht fürchten

43

Das Volk spricht Jeremia ab, Prophet zu sein und siedelt in Ägypten. Jeremia sagt den Juden Ägyptens Untergang durch Babylon an, legt großen Steine als Fundament für den Thron des Königs von Babel am Ziegelofen beim Palasteingang Pharaos

44

Drohworte gegen die ägyptischen Juden – sie reizen Gott zum Zorn – der Rest soll vernichtet werden; die Frauen wollen weiterhin der Himmelskönigin räuchern und Trankopfer darbringen – Gott kehrt sich vom Rest ab, will ihn verderben; Pharao Hophra soll wie Zedekia in Israel Nebukadnezar in die Hände fallen